Näheinstellungen an der Maschine

Da jede Nähmaschine andere Punkte zum Verändern der einzelnen Einstellungen hat, werden hier die wichtigsten Funktionen der einzelnen Einstellungen erklärt, aber nicht, wo ihr diese verändern könnt. Dazu werft bitte einen Blick in die Bedienungsanleitung für eure Nähmaschine. Auf einer der ersten Seiten findet ihr eine technische Zeichnung eurer Maschine mit der Beschreibung, wo ihr welche Einstellung verändern könnt.


Stichlänge:

Die Stichlänge bezeichnet, wie weit die einzelnen Nadeleinstiche im Stoff auseinander liegen. Sie lässt sich manuell verstellen und so dem Gewebe anpassen, um ein gutes Nähergebnis zu erhalten. Je kleiner die Stichlänge eingestellt wird, umso enger liegen die Stiche beieinander. Die Einstellung wird häufig über ein Rädchen zum Drehen oder bei neuen Maschinen über das Display vorgenommen.

Stichlänge 0-1 : Knopflöcher und Rollsäume

Stichlänge 2:      feine Gewebe

Stichlänge 3:      normales Gewebe

Stichlänge 4:      gröbere Gewebe

Stichlänge über 4: Heftstich oder Kräuselstich

Stichlänge


Stichbreite:

Die Stichbreite ist bei allen Stichen relevant, die nicht nur Gradstich beinhalten, also bei Zickzack- oder Zierstichen. Über die Stichbreite wird – wie der Name vermuten lässt- die Breite des Stiches von schmal bis breit festgelegt. Darüber lässt sich das Stichbild und die Funktion einer Naht verändern. Die Naht wird breiter oder schmaler.

 Stichbreite


Fussdruck:

Der Fussdruck sollte passend zum Gewebe eingestellt werden. Generell gilt, je dehnbarer oder feiner der Stoff ist, umso niedriger sollte der Fussdruck sein, da sonst das Gewebe beim Nähen auseinander gezogen wird und Wellen in der Naht entstehen.  Deswegen bitte immer an einem Stoffrest probenähen. Der Fussdruck lässt sich meist über ein Rädchen regulieren, welches in der Nähe des Nähfusses zu finden ist.

 Fussdruck


Oberfadenspannung:

Je nach Beschaffenheit des Nähfadens muss manchmal auch die Oberfadenspannung verändert werden. Ist die Oberfadenspannung nicht im Gleichgewicht mit der Unterfadenspannung, verschiebt sich das Nahtbild entweder nach oben auf der Naht oder nach unten. Dadurch können Nähte instabil werden und schneller reissen, auch eine nicht richtig verbindende Naht kann eine Folge sein. Werden als Ober- und Unterfaden die gleichen Fäden verwendet, sollte in der Regel allerdings die Standardeinstellung für Ober- und Unterfaden ausreichen.

Die Naht verschiebt sich nach oben: Die Oberfadenspannung ist zu stark, sie muss etwas gelockert werden – hier bitte an einem Teststoff ausprobieren

Die Naht verschiebt sich nach unten: Die Oberfadenspannung ist zu locker und muss verstärkt werden – ebenfalls bitte an einem Teststoff ausprobieren

 oberfadenspannung


Unterfadenspannung:

Die Unterfadenspannung reguliert, wie leicht der Unterfaden sich beim Nähen abrollt. Dazu ist an der Spulenkapsel (das Ding, wo die Unterfadenspule rein kommt) eine kleine Schraube, mit der die Spannung je nach Drehrichtung gelockert oder verstärkt werden kann. Bei eingefädeltem Faden sollte sich grundsätzlich, wenn die Kapsel mit Spule innen am Faden gehalten wird, nur ein bisschen Faden  abrollen (ca. 4cm) und dann das Abrollen von alleine stoppen.

Unterfaden einstellen

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